Deutsche auf Skiurlaub in Tirol

Aufruf an deutsche Winterurlauber in Tirol

Griaß eich oi mitnand,
hallo Deutsche(r),

zuallererst: Ich wünsche euch allen ein wunderbares Jahr 2015 und hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht.

Heute habe ich mir sogar einen Neujahrsvorsatz vorgenommen: Ich will den Winter in meinem Dorf erträglich machen. Und dafür brauche ich eure Hilfe, liebe Deutsche.

Wie ich zu diesem Vorsatz gekommen bin? Nun ja, ganz einfach. Heute bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Neujahrsfeuerwerk nach Kitzbühel gefahren. Zusammen mit knapp 20.000 Deutschen. Und das, was ich da erlebt habe, ist für mein harmoniesüchtiges Tiroler Herz einfach nicht mehr auszuhalten.

Bevor ihr jetzt denkt, ich bin nur eine weitere sture, unhöfliche Tirolerin, lest euch bitte durch, was ich zu sagen habe. Ich kenne, schätze und mag viele Deutsche und zähle einige davon sogar zu meinen sehr engen Freunden. Wenn man euch kennt, seid ihr ja ganz in Ordnung. Auch wenn ich nicht verstehe, warum deutsche Männer immer Schals in geheizten Räumen tragen.

Allerdings muss ich euch ehrlich sagen, dass ihr als anonyme und unbekannte Horde, die jährlich zum Skiurlaub in Tirol in mein Bergdorf einfällt, unerträglich seid. Ich HASSE deutsche Touristen in Tirol (natürlich auch holländische Touristen und andere Mitösterreicher, aber die sind weit weniger zahlreich).

Oft höre ich, wie gut es ist, wenn man über seine Probleme redet. Also rede ich jetzt ehrlich darüber: Liebe deutsche Skiurlauber, ihr seid mein Problem. Ihr beeinträchtigt so viele Aspekte meines Lebens, zehrt an meinen Nerven und ich wünsche mir ungefähr 100 Mal täglich, ihr würdet einfach aus meinem Dorf verschwinden.

Wir ihr vielleicht schon wisst, lebe ich in einem kleinen Dorf in den wunderschönen Tiroler Bergen. Genauer gesagt, in dem feuchten Traum deutscher Winterurlaubsfantasien. Viele Skipisten, traumhaftes Alpen-Panorama, Hüttengaudi, Apres Ski, bei uns bekommt ihr das alles. Jeden Winter aufs Neue verwandelt sich unser Dorf in einen gefühlten Skiurlaubs-Ballermann.

Wir Einheimischen bleiben dabei auf der Strecke.

Das Leben (wir leben hier tatsächlich 364 Tage im Jahr!) in einem Tiroler Dorf hat nichts mit einem Partyurlaub gemein. Und noch weniger mit dem nostalgischen Heimatgesülze, dass die Werbung lebt. Wollt ihr wissen, wie ihr mit 99% Sicherheit einen Deutschen erkennt? Er trägt eine Lederhose im Supermarkt. Denn Tiroler tragen das nicht im Alltag (außer wir werden durch die Arbeit im Tourismus dazu gezwungen), sondern nur zu besonderen Anlässen. Aber diese Eigenschaft deutscher Urlauber ist wenigstens amüsant. 😉

Viele weitere Punkte sind für mich aber nicht mehr amüsant.

Erstens: Deutsche sind unhöflich!

Ich bin mir sicher ihr meint es nicht so und wahrscheinlich fällt es euch nicht einmal auf, aber, in meinen Augen seid ihr wirklich unhöflich.

Drei Beispiele aus der letzten Woche:

Viele Tiroler (inklusive meiner Wenigkeit) begrüßen AUSNAHMSLOS JEDEN, der ihnen auf der Straße entgegenkommt. Vor ein paar Tagen bin ich wieder mal zum Supermarkt spaziert und habe alle 15 Personen, die mir entgegengekommen sind, gegrüßt. Zurückbekommen habe ich nur ein „Challooo“ von einem Holländer. Liebe Deutsche, das ist frustrierend. Ich erwarte nicht, dass ihr euch in euren Heimatstädten freundlich grüßt, aber wenn ihr in Tirol mit einem freundlichen „Grias eich“ und einem Lächeln begrüßt werdet, erwarte ICH von euch, dass ihr zurückgrüßt. Ich kann euch gar nicht sagen, wie frustrierend das ist.

Dabei ist der Standartgruß der Tiroler sehr einfach:

Begrüssung:
Grias di – Bei einer entgegenkommender Person
Grias eich – Bei mehreren entgegenkommenden Personen

Abschied:
Pfiat di – Bei einer Person
Pfiat eich – Bei mehreren Personen

Oder der Universalgruß: Seawus.

Zweites Beispiel: Wenn sich der Tiroler durch die einfallenden Horden im Supermarkt, welche noch schnell den günstigsten Käse kaufen wollen, endlich zur Wursttheke vorgekämpft hat, erledigt er seine Bestellung so:

„Grias di, darf i bitte 100g vo dem Bauchspeck haben? Danke!“ – „Na, danke, dann hab i alles.“ – „Pfiat di, schen Tag nu“

Also: Begrüßung – Höfliche Bitte – Dank – Abschied

Bei dem Deutschen klingt die gesamte Kommunikation mit dem Mitarbeiter hinter der Theke so: „3 Blätter Speck.“

Beispiel drei:
Bei meinem letzten Spaziergang hielt auf einmal ein Auto, natürlich mit deutschem Kennzeichen und heruntergekurbelten Fenster, neben mir. Ein Mann fragte: „Wo geht’s hier zum Hotel xyz.“
Wie ihr seht, fehlen hier wieder die grundlegenden Merkmale tirolerischer Kommunikation. Keine Begrüßung, kein „Entschuldigung, kann ich dich (in Tirol ist man per „Du“) mal was fragen.“ Da war ich fast schon wieder angefressen.
Trotzdem hab ich dem Mann einen Weg beschrieben. Dann sagt der nicht mal danke, sondern dreht sich zu seinen Mitreisenden um und sagt „Ich hab jetzt gar nix verstanden, das war so richtig österreichisch.“ und die fahren einfach weiter!!!!

Ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Dinge mir daran sauer aufstoßen. Erstens gibt es kein „Österreichisch“. Ich sag ja auch nicht, dass ihr Deutschen alle sächsisch redet.
Wenn ihr  mich nicht versteht, dann fragt höflich nach. Ich kann auch hochdeutsch.

Allerdings muss ich jetzt ehrlich gestehen, dass es für den Herren eh besser war, dass er mich nicht verstanden hat und einfach losgefahren ist. Aufgrund der mangelnden Begrüßung war ich eh schon so sauer, dass ich ihm ohnehin den falschen Weg angesagt hab. Wo kommen wir denn da hin? 😛

Zweitens: Tiroler leben vom Tourismus, also behandelt uns wie Götter.

Ich denke, bis auf ein paar wenige, die sich am Tiroler Tourismus eine goldenen Nase verdienen, leben die Wenigsten gut vom Tourismus.

Jobs im Tourismus sind keine guten Jobs!! Sie werden sehr, sehr schlecht bezahlt.
Als Beispiel: Nach dem Abschluss meines ersten Studiums habe ich mich bei einem großen Tourismusunternehmen beworben. Im Bewerbungsgespräch haben meine „horrenden“ Gehaltsvorstellungen für schallendes Gelächter gesorgt. Ich solle dankbar sein, dass sie mir 1.100 Euro netto anbieten. Das sei eh schon total großzügig. (Übrigens, damit ihr einen Vergleich habt: 1100 Euro kostet die Miete für eine 3 Zimmer Wohnung in meiner Gegend). Und dieses Gehalt bekommst du nach dem Studium für einen qualifizierten Job angeboten. Jetzt könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen, wie die Situation erst für Ungelernte aussieht.

Immer mehr Jobs im Tiroler Tourismus werden mittlerweile von Ausländern (besonders gern von euch Deutschen) angenommen. Für euch ist das auch leichter. Die Mitarbeiter kommen hierher und bekommen vom Hotel kostenlose Kost und Logis für die Dauer ihrer Anstellung gestellt. Danach fahren sie wieder dahin zurück, wo das Leben erschwinglich ist. Sie zahlen keine horrenden Mieten und müssen nicht 5€ für einen Glühwein oder 15€ für ein Schnitzel berappen. Das müssen nur wir Deppen, die hier bleiben.

Ein weiterer Punkt, der mir im Herzen weh tut: Ich werde es wahrscheinlich nie schaffen, mir in meiner Heimat ein Grundstück zu kaufen oder ein kleines Häuschen zu bauen. Jeder reiche Deutsche braucht mittlerweile ein Haus in unserer Gegend. Diese Nachfrage treibt natürlich den Preis in unglaubliche Höhen. Grundstückspreise im hohen dreistelligen und vierstelligen Bereich sind mittlerweile die traurige Realität. Für einen deutschen Konzernchef ist das vielleicht kein Problem, aber für den Standardtiroler schon.

Zu oft höre ich den Satz: Ihr Tiroler lebt vom Tourismus, warum seid ihr dann so unhöflich und stur? Vielleicht versteht ihr uns jetzt…

Drittens: Der liebe Strassenverkehr…

Als erstes möchte ich ein Missverständnis aufklären: Es gibt nicht viele Straßen, auf denen wir durch Tirol fahren können. Aufgrund der beengten geografischen Lage gibt es im Normalfall genau EINE Straße, auf der wir durch das Tal und von Dorf zu Dorf kommen.

Einzige Ausnahme bildet das Inntal, da gibt es ZWEI Straßen: Die Autobahn und die Bundesstraße. Unser Verkehrsnetz besteht wirklich aus EINER Straße, die genommen werden muss, um von Dorf zu Dorf zu kommen. Es ist nicht Spinnennetzartig oder sonst irgendwie „mehrstraßig“ aufgebaut.

Erinnert ihr euch noch an das eine Mal, als ihr auf der Hinreise oder der Rückreise vom Skigebiet in einem megamäßigen Stau gestanden seid? Das war wirklich ärgerlich, nicht? Und jetzt stellt euch vor, dass ihr fast jeden Tag, mit Sicherheit aber jedes Wochenende, in diesem Stau steht. Ihr könnt dem nicht entkommen, weil es keine Ausweichrouten gibt. Ihr könnt nicht mehr in das nächste Dorf um eure Oma zu besuchen. Ihr könnt nicht mehr in die nächste Stadt, um einzukaufen. Nichts geht mehr. Ihr steckt fest.

An dieser Stelle würde ich auch gerne den ganzen Deutschen gratulieren,  die clever genug sind, um sich das Geld für die Vignette zu sparen. Schließlich kann man sich die paar Euro sparen und einfach auf der kostenlosen Straße fahren. Sind ja eh nur 100 Kilometer, die wir auf der Bundesstraße bis zu unserem Skiurlaubsort in Tirol fahren müssen.

Ehrlich gesagt, wenn ich durchs Inntal fahre und auf der Bundesstraße die 20 Autos vor mir und alle entgegenkommenden Autos aus Deutschland sind, würde ich am liebsten aus meinem Auto aussteigen. Ich würde an euer Fenster klopfen, warten bis ihr es heruntergerollt habt, nicht grüßen, euch die Hand schütteln um euch zu eurer Schlauheit gratulieren – und euch dann eine satte Watschn auflegen. 😉

Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt bei euch deutschen Autofahrern nur zwei Extreme: Entweder maßlose Selbstüberschätzung (glaubt ihr wirklich es ist klug ist, mit einem Affenzahn die Bergstraße hochzublasen und in einer unübersichtlichen Kurve zu überholen) ODER ihr kriecht mit 10 km/h dahin und blockiert alles.

Eine Bitte noch: Bleibt NIEMALS stehen, wenn ihr auf einer Schneefahrbahn bergauf fahrt. Niemals. Wer stehenbleibt, hat verloren. Ihr kommt da nie wieder weg. Genauso wie die zehn Tiroler, die hinter auch den Berg hochgekrochen sind und wegen euch stehen bleiben mussten.

Übrigens: Schneeketten sind nur bei Schneefahrbahn, wenn ihr ohne nicht mehr weiterkommt (wie die oben genannte Situation). Vorsorglich bei schneefreien Straßen die Schneeketten anzulegen, nur weil es ein wenig schneit, ist maßlos übertrieben. Hin und wieder ist es von außerdem von Vorteil, wenn man vorher das Schneeketten- Anlegeprozedere schon einmal geübt hat und nicht mitten auf der Straße rätselnd mit der Anleitung davorsteht. Die zehn steckengebliebenen Tiroler hinter euch werden es euch danken.

Viertens: Bitte schätzt eure Fähigkeiten bei Ski fahren realistisch ein.

Vor ein paar Tagen hab ich eine Dokumentation über Haiangriffe im Fernsehen gesehen. Ich habe dank der zwei Haiangriffe pro Jahr wirklich Schiss gekriegt und mir geschworen, auf keinen Fall mehr ins Meer zu gehen. Man weiß ja nie, was da unter einem lauert. Und was der Bauer nicht kennt…

Danach habe ich die Nachrichten eingeschalten und gesehen, dass am selben Tag mehr Menschen auf den Skipisten gestorben sind als von Haien in einem ganzen Jahr attackiert werden. Aber wenn mich jetzt jemand Fragen würde, ob ich Haiattacken oder Ski fahren für angsteinflößender halten würde, wäre meine Antwort ganz klar. Dabei ist, wenn ich es realistisch betrachte, jeder Sport in den Bergen viel gefährlicher.

Als ich noch ein Kind war, gab es einen ungeschriebene Regel: Wer nicht gut Schi fahren kann, bleibt im Tal. Wer’s kann, darf rauf. Früher musste man auch schon gut Schi fahren können, da man sonst nicht einmal die Liftfahrt auf den Berg geschafft hätte.

Heute ist das anders. Jeder Depp, der zum ersten Mal auf Schiern steht, kann den Berg hoch. Dank Gondeln und beheizten Sesselliften mit Förderbändern alles kein Problem mehr. Dieses beginnt dann erst oben. Wenn jemand mit viel zu wenig Erfahrung am Gipfel steht und rundherum nur schwarze Pisten sind.

Wo wir wieder eine Parallele zu den Autofahr-Eigenschaften vieler Deutscher in Tirol ziehen können: Entweder maßlose Selbstüberschätzung ohne Rücksicht auf Verluste (und andere Schifahrer) oder jemand schleicht im Schneepflug über die ganze Piste.

Fünftens: Wir teilen unser Dorf gerne, aber es gehört nicht euch.

Der letzte Punkt liegt mir wirklich am Herzen. Zu oft habe ich das Gefühl, dass während der Saison alles für den Tourismus reserviert ist und von mir erwartet wird, daheim zu versauern.

Wie ihr wisst, liebe ich es wirklich, durch die Natur zu wandern oder einfach nur spazieren zu gehen. Hier haben wir zwei traumhaft schöne Wanderwege. Der eine führt idyllisch über die Wiesen, der zweite schlängelt sich am Anfang des Berges durch den Wald und ermöglicht einen wunderschöne Ausblicke auf das Tal. Allerdings nur im Sommer.

Im Winter ist der erste Weg eine Langlaufloipe. Ich gehe natürlich trotzdem darauf spazieren, allerdings werde ich dabei häufig relativ unhöflich von Langläufern angepöbelt. Dabei gehe ich eh am Rand und nicht in ihren heiligen vorgeformten Skispuren.

Der zweite Weg kreuzt die Skiabfahrt, und das noch in einem extra steilen Stück. Wer schon einmal versucht hat, eine steile, vielbefahrene Abfahrt zu Fuß zu überqueren, versucht dies sicherlich kein zweites Mal. Ich für meinen Teil jedenfalls nicht. 😉

Der einzige Weg, der mir also noch bleibt, ist im Schneegatsch im Dorf auf und ab zu spazieren, Kolonnen deutscher Autos vorüberziehen zu sehen, von irgendwo her ertönt auch geile Partymucke und ich weiche graziös den Spuren der letzten Apres Ski Party aus. So stelle ich mir Entspannung in einem Bergdorf vor. 😉

Der letzte Punkt (und dann höre ich auch schon auf): Zum Bergsilvester bin ich mit dem Linienbus gefahren nach Kitzbühel gefahren, um dem obligatorischem Stau zu entgehen. Ihr müsst wissen, Linienbusse  und öffentliche Verkehrsmitteln verkehren nicht sonderlich häufig in kleinen Dörfern, besonders an Feiertagen.

Also bin ich brav eingestiegen, habe 3,60€ für die einfache Fahrt bezahlt und mich reingequetscht.

Reingequetscht, weil unser Linienbus natürlich auch als Skibus genutzt wird. Kostenlos für Urlauber, das versteht sich doch von selbst. Und wie ich da in dem Mittelgang gestanden bin, umgeben von Skiern und einem Stock, der mir im Rücken steckte, hör ich doch nicht glatt jemanden mit einem sehr auffällig deutschen Akzent sagen: „Das ist ja ne Frechheit hier. Wenn die einfach mal alle rauswerfen würden, die hier keine Ski haben, dann hätten wir viel mehr Platz im Skibus.“

Und ich denk mir nur, wenn wir endlich mal alle rauswerfen würden, die nicht dafür zahlen, dann…

Meine Tipps für deutsche Winterurlauber

Vielleicht versteht ihr jetzt, warum wir ab und zu „stur“ oder „arrogant“ wirken oder so, als würden wir keine Touristen hier haben wollen. Ihr macht es einem wirklich nicht leicht, euch zu mögen… 😉

Vielleicht konzentriert ihr euch einfach bei nächsten Skiurlaub in den Bergen mehr das richtige Tirol –  und nicht die deutsche Version. Dafür habe ich natürlich auch einige hilfreiche Tipps für euch:

Versucht lokale Spezialitäten

Jede Region hat wahnsinnig gutes Essen, nur das besteht meistens nicht aus den Klischees Kaiserschmarrn und Wiener Schnitzel. Probiert vielleicht mal einen Brodakrapfen oder einen Zillertaler Krapfen, Speckknödel, eine Gerstensuppe, Bladln mit Kraut oder ein Tiroler Tris.

Bei uns im dorfeigenen Supermarkt ist übrigens der Kassenschlager die Fertigmischung für Kaiserschmarren. Mittlerweile steht schon ein riesen Berg von Kaiserschmarren-10er Kartons für die Deutschen bereit. Es lohnt sich anscheinend nicht einmal mehr, die auszupacken. Ich versteh nicht, wie ihr so etwas kaufen könnt. Kaiserschmarren, Fritatten und Co. sind so ziemlich die einfachsten Gerichte der Welt. Die bekommt ihr auch leicht ohne Fertigmischung hin, und noch dazu um einiges besser.

Auf Wunsch teile ich natürlich auch gern meine Rezepte mit euch. 😉

Zusätzlich könnt ihr doch auch mal auf das „Becks“ verzichten und ein regionales Bier oder einen Radler bestellen. Nur bitte nicht „Alsterwasser“ dazu sagen. Mir schmecken der naturtrübe Zitronenradler von der Zillertaler Brauerei, der Limettenradler von Zipfer und der Naturradler von Gösser besonders gut. Die Zillertaler Brauerei macht übrigens auch ein richtig gutes Bier. Und viele schwören auf das Zipfer Märzen.

Genießt das richtige Tirol

Tirol hat so viel mehr zu bieten als wie überzogene Hüttengaudi und Apres Ski. Wir haben eine grandiose Landschaft. Schaut euch doch einmal einen Sonnenuntergang oder sogar einen Sonnenaufgang über den Bergen an.

Und vor allem – entspannt euch ein bisschen. Der Deutsche muss immer pünktlich und korrekt sein, während die häufigsten Antwort eines Tirolers auf alles „Sech ma eh“ oder „Schaugn ma moi“ lauten. Beides bedeutet grob übersetzt, wir werden es sehen. Was passiert, passiert. Und wenn es nicht ganz nach Plan verläuft, dann finden wir schon einen Weg. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Zeit genießen. Ihr seid hier auf Urlaub.

Grüßt.

Wenn ihr ein Servus oder ein Grias di hört, dann antwortet mit einem kurzen, knappen Hallo. Damit wäre ich schon zufrieden. Vielleicht ist ja sogar ein Lächeln oder ein kurzes Aufblicken drin.

Denn denkt daran, niemand kann euch Tirol so zeigen wie ein Einheimischer. Und man sieht sich immer zweimal im Leben.

In diesem Sinne,
pfiat eich.

Eure Maggi

PS: Ich habe auch noch einen Filmtipp für euch! Die Piefke Saga (bei Amazon ansehen) ist zwar schon etwas älter, entspricht aber immer mehr der Realität. Und keine Angst, in dem Film bekommt nicht nur die deutsche Urlauberfamilie, sondern auch die Tiroler Tourismusindustrie gehörig ihr Fett weg.