Zuallererst:

Culinario Mortale hat mir liebenswerterweise fünf weitere Spieleboxen von ihrem Krimidinner „Mord über Bord“ zur Verfügung gestellt, die ich an meine treuen Leserinnen verschenken darf. :-) Mehr Details darüber und wie du teilnehmen kannst, findest du hier!

Eine sechste Box war für mich. Daher konnten meine Freunde und ich dieses  Krimidinner letzte Woche schon einmal ausführlich testen. 😉

Kurz ein paar Informationen zu dem Spiel:

Krimidinner: Culinario Mortale – Mord über Bord

Die Handlung:

Ein neureicher Fuzzi namens Max (grandios gespielt von mir als Gastgeberin) lädt seine Clique aus Schulzeiten zu einem Yachtausflug ein, inklusive Koch und Kapitän.

Alle verbringen einen schönen Abend miteinander, und dann passiert das Undenkbare: Als Max schlafen gehen will, ist seine Frau Elena verschwunden. Und als dann schließlich an Bord Blutspuren gefunden wurden, kommt jeder als Mörder in Frage…

 

Inhalt von so einer Krimidinner-Box:

Die Spielbox „Mord über Bord“ beinhaltet:

  • 7 Spielhefte für jede Rolle
  • 1 Ereignisheft
  • 1 Spielanleitung
  • 7 Namenskärtchen (superpraktisch, weil ich hab’s nicht so mit den Namen)
  • Code zum Ausdrucken von vergessenen/verlorenen Spieleheften (max. 2 Stück)

Das Krimidinner vorbereiten

Der Ablauf des Spiels ist so ziemlich der selbe wie bei dem Krimidinner Der Pate von Chicago, welches wir schon vor ein paar Monaten gespielt haben.

Zuerst werden die Rollen verteilt. Bei diesem Krimidinner können 5 – 7 Personen teilnehmen. Auch wenn es ein wenig schwierig war, einen für alle passenden Termin zu finden, haben wir es schließlich geschafft.

Der Gastgeber übernimmt die Rolle von Max. Da bei uns die Aufteilung von Frauen/Herrenrollen nicht übereingestimmt hat, habe ich für alle das Los entscheiden lassen, wer welche Rolle bekommt. Das war wirklich SEHR witzig, weil die meisten Frauenrollen an Männer gefallen sind. Und die haben sich am Spielabend so richtig ins Zeug gelegt!

Ein paar Tage vorab werden „eigentlich“ die Spielhefte an die Mitspieler verteilt. Ich habe das nicht gemacht, weil wir uns leider erst recht kurzfristig auf einen Termin einigen konnten. Ich hab dann jeweils die einseitige, vertrauliche „Vorabinformation“ eingescannt und es den Teilnehmern geschickt. Da diese Informationen nur für den jeweiligen Spieler und nicht für meine Augen bestimmt waren, habe ich beim Einscannen die Brille runtergenommen. Also konnte ich nichts erkennen… 😉

Im Normalfall bringen die Spieler die Hefte am Spieltag zum Krimidinner wieder mit. Da es ja immer wieder so Schussel gibt, die das Heftchen vergessen oder verlieren, hat Culinario Mortale mit einem wirklich coolen Feature vorgesorgt: In der Box ist ein Code enthalten, mit dem maximal zwei Spielhefte heruntergeladen und ausgedruckt werden können. Daran sollte der Spielspass also nicht scheitern. 😉

Vorab habe ich mir als Gastgeber noch die Spielanleitung durchgelesen. Und abgesehen vom Essen kochen und der Vorbereitung meiner Verkleidung waren damit schon alle Vorbereitungen erledigt.

Als Menü zu meinem Krimidinner gab’s bei uns übrigens Lasagne und Tiramisu. Ich wollte etwas kochen, bei dem ich dann, wenn die Gäste da sind, nicht mehr aktiv in der Küche rumwuseln muss. Da war Lasagne natürlich ideal, weil die im Ofen vor sich hingebacken ist und ich mich inzwischen auf das Spiel konzentrieren konnte.

Bei meiner Verkleidung habe ich mich *verzeiht* von den deutschen Angebern inspirieren lassen, die ich während meines BWL-Studiums in Innsbruck kennengelernt habe. 😉 Die Haare habe ich mir mit viel Haaröl zurückgeschleckt und mir einen Pullover um die Schultern gehängt. Und von meinem Cousin habe ich mir ein fettes Männer-Halskettchen ausgeliehen. Generell waren die Rollen so, dass niemand viel Geld für eine Verkleidung ausgeben musste. Das kann man sich alles von Müttern/Omas/Vätern usw. ausborgen.

Der Ablauf des Krimidinners

Das Krimidinner war wirklich sehr, sehr lustig. Wir haben uns alle prächtig amüsiert. Den ersten Lachkrampf hatte ich schon bei der Ankunft der Gäste. Von selbstgebastelten Pfeifen aus Pappe unseres Kapitäns bis hin zu zwei charmanten jungen Herren in Frauenkleidung war alles dabei. Obwohl’s ein wenig klischeehaft war, dass beide Jungs Kleidung mit Tigermuster anhatten. Und RICHTIG frustierend ist es, wenn man sieht, was Mann für ne Traumfigur in den Kleidern seiner Mutter haben kann… ^^

Als die Truppe komplett war, haben wir uns an den Tisch gesetzt und sofort mit dem Krimidinner begonnen. Im Gegensatz zu dem Paten von Chicago, unserem letzten Krimidinner, ist bei Culinario Mortale keine CD mit einem Sprecher dabei, was ich aber ganz angenehm fand. Auch wenn ich mir am Anfang ein wenig Sorgen gemacht habe, ob uns der Einstieg ins Spiel schon so ohne weiteres gelingt, war es überhaupt kein Problem. Jeder hat sofort fröhlich losdiskutiert.

Der Aufbau des Krimidinners ist, finde ich, sehr schön gelöst. In jedem Spielheft für jede Rolle gibt es geschriebene Anleitungen für jede Runde. Diese sind perforiert und werden wirklich erst dann, wenn die Runde startet, geöffnet. Darin findet jeder Informationen darüber, was er beobachtet und gesehen hat und worüber diese Runde diskutiert wird. So kommen nach und nach mehr Informationen ins Spiel.

Anders als beim letzten Spiel ist, dass hier der Mörder bereits vorab selbst weiss, dass er der Schlawiner war und das ganze Spiel zusehen muss, dass er nicht auffliegt. 😉 In unserer Gruppe war der Mörder die Person, die im realen Leben am wenigsten Lügen kann. Und die hat es bravourös gemeistert, nicht aufzufallen!

Gedauert hat das Spiel, inklusive unserer Essenszeit, 4 Stunden.

Fazit dieses Krimidinner-Abends

Sehr lustiges Krimidinner mit einer amüsanten Geschichte. Wir hatten überhaupt keine Probleme, den Einstieg ins Spiel zu finden. Besonders gut gefallen hat mir persönlich die Klischees, die bei uns eingeflossen sind. Bei uns haben ja die meisten Männer Frauenrollen gespielt… 😉

Krimidinner-Culinario-Mortale-Mord-an-BordIch würde euch soooo gerne ein Bild von uns allen und unseren tollen Verkleidungen zeigen, aber meine Freunde sind schüchtern. Oder sie wollen nicht mit Frauenkleidung in der Öffentlichkeit auffallen. 😉 Aber als Trost gibt’s ein Foto von mir, damit ihr auch sehen könnt wie gut mir Bärte stehen würden. (PS: Eine Freundin hat Klebebärte für alle mitgebracht. Auch wenn das Sauding die ganze Zeit übel gejuckt hat, war’s gleich nochmal witziger).

Das Spiel ist übrigens erst ab 16 Jahren geeignet, was uns persönlich sehr gefallen hat. Auf so einem Boot geht’s scheinbar ganz heiss her. Aber uns Tiroler kann das nicht schocken, das sind wir ja schon von der Alm gewöhnt. Da gibt’s ja auch keine Sünd‘.
Erhältlich ist das Spiel z.B. bei Amazon*

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